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Über mich

Old School

Bären nach klassischem Vorbild zu fertigen, ist eine Lebenseinstellung. Es ist eine Arbeit, die sich, geprägt von Sorgfalt und Liebe zum Detail, nicht beschleunigen lässt. Das Resultat sind stets Unikate – kleine Persönlichkeiten, die nach meinen eigenen Entwürfen und unter Verwendung hochwertiger Materialien entstehen.

 

So verwende ich:

  • in Deutschland gewebte Viskose- und Mohairstoffe 
  • durchgefärbte oder hintermalte Glasaugen
  • solide Pappgelenkscheiben sowie
  • eine Brummstimme (die gehört zu einem richtigen Teddy einfach dazu, oder?)

Kein Bär gleicht dem anderen. Vorzugsweise verleihe ich ihnen einen alten und ›abgeliebten‹ Charme – ganz so, als hätten sie auf dem Dachboden vor sich hin geträumt…


Wie kam es dazu?

Stellt man Bärenmacherinnen (ja, es sind oft Frauen) diese Frage, so erhält man oft ähnliche Antworten.


Für mich war es eigentlich ganz einfach…

Als Grafikerin mit Herz und Seele arbeite ich seit 20 Jahren erfolgreich im Bereich Grafik- und Kommunikationsdesign. 

Ich liebe diesen  Beruf – und doch hatte ich den Wunsch, einen Teil meiner Lebenszeit wieder handwerklich zu arbeiten. Dabei war es mir wichtig, in einem relativ langsamen, rein manuellen Prozess,  liebenswerte und ›beseelte‹ Geschöpfe zu erschaffen. Dass es  Bären und andere ›Viecher‹ geworden sind, mag ein Zufall sein – vielleicht aber auch nicht, wer weiß …  🐻


Was bedeutet ›Tilibom‹?

 »Tili bom! – Denkt euch ein Haus,
wie ein Prunkschloss sah es aus,
Tor und Fenstersims und Giebel
fein geschnitzt, bemalt, nicht übel! …«

 

Wer kennt nicht diese ersten Zeilen aus dem Tiermärchen ›Das Katzenhaus‹ von Samuil Marschak, dem russisch-jüdischen Schriftsteller, Kinderbuchautor und Dichter. Das Märchen erschien 1957 im Kinderbuchverlag Berlin in einer Nachdichtung von Martin Remané und mag mich – da es mich einen Teil meiner Kindheit begleitete – zur Namensgebung inspiriert haben. In Versform beschreibt es die Geschichte der reichen und hochmütigen Fürstin Koschka, die, erst als sie selbst in eine schlimme Notlage gerät, den Wert wahrer Freundschaft und Güte erkennt.

 

Der Ausdruck ›Tili Bom‹ entstammt dem russischen Sprachraum und beschreibt vermutlich eine Interjektion – einen Begriff, der einen Laut oder ein Geräusch imitieren soll. Im Fall des Katzenhauses ist wohl die läutende Tür- oder die Feuerwehrglocke gemeint.

 

Also – läuten Sie ruhig bei mir…  :-)


Fotostrecke: Barbara Neumann; Portraitfoto:  Anja Fesser